Die Marköbeler Kirche



Der neue alte Turm; Foto: Matthias Frischmuth


Auf der Silbermann-Orgel: Ein Posaunenengel mit "Trompete" und Gesangbuch; Foto: Willi Trebing

Herzlich willkommen,
in der Evangelischen Kirche
zu Marköbel

 

Zunächst ein Wort zur Gemeinde

Zur Evangelischen Kirchengemeinde Marköbel gehören ca. 1.300 Gemeindeglieder.
Die Gemeinde hat eine Pfarrstelle mit einer Predigtstelle.

Gottesdienst ist sonntags um 10 Uhr,
Kinderkirche ist einmal im Monat
sonntags von 10 – 12 Uhr

Und nun zum Alter der Kirche

Die erste Kirche wurde, wahrscheinlich
im 8. Jahrhundert, über einem römischen Kastellbad errichtet.
Sie war - wie in der Zeit üblich - ganz aus Holz.
Das heutige Kirchengebäude geht auf das Jahr 1741 zurück und wurde auf den Grundmauern älterer Vorgängerbauten errichtet.
Die „neue“ Kirche von 1741 ist als Saalbau angelegt. Die Emporen sind zweistöckig und querorientiert. Im Mittelpunkt des Raumes befinden sich Altar und Kanzel.
Der Altar ist als Altartisch gestaltet - ein Hinweis darauf, dass es sich um eine typische reformierte Predigtkirche handelt. So werden Sie sich auch nach einem Taufbecken vergeblich umsehen.

Sorgen um den neuen Turm

Den alten Turm - damals noch an der Ostseite - ließ man bis 1868 stehen. Zu der Zeit wurde ein neuer Turm errichtet, diesmal auf der Westseite. Doch schon 15 Jahre später schlug der Blitz ein und der Turm brannte.
Der Glockenturm brach zusammen,
und die drei Glocken fielen herab.

In der Chronik ist zu lesen:
„Durch die Anstrengungen der Löschmannschaften ist es mit Gottes Hilfe gelungen,
dies Feuer von der Kirche selbst abzuhalten.“
Noch im selben und im darauffolgenden Jahr wurde der Kirchturm wiederhergestellt
und bekam noch eine Turmuhr aus Straßburg hinzu.

Zum Jahreswechsel 2007/2008 galt der Turm bei schweren Stürmen als einsturzgefährdet.
Über Jahre ist Wasser in das Turmgebälk eingedrungen
und hatte die Balken der Turmspitze stark beschädigt.
Ein Begleiter der Feuchtigkeit war der „Echte Hausschwamm“,
einer der aggressivsten Holzzerstörer überhaupt.

Dank dem Engagement Vieler wurde die Sanierung im September 2011 abgeschlossen.
Unser Kirchturm erstrahlt in neuer Pracht.


Glocken für Krieg und Frieden

Im ersten und im zweiten Weltkrieg wurden Glocken der Marköbler Kirche eingeschmolzen.
1954 wurden zwei neue Glocken von der Gießerei Gebrüder Barchert gegossen.

Sie tragen folgende Inschriften:
Glocke - Fis:
„Verleih uns Frieden gnädiglich,
Herrgott, zu unsren Zeiten.“

Glocke - A:
„Auf daß sie alle eins sein!“
Die dritte Glocke war im zweiten Weltkrieg erhalten geblieben und trägt die Schrift:
„Friede sei mit euch - dem Andenken
unserer Kriegstoten 1914 - 1918“

Der Aufstieg zu den Glocken ist nach der Sanierung nicht mehr so beschwerlich wie früher.
Und doch werden Sie die Glocken kaum zu sehen, aber vermutlich zu hören bekommen.
Denn geläutet werden sie oft. An einem ganz gewöhnlichen Sonntag allein sechsmal:
Da ist nicht nur das Läuten zum Gottesdienst, auch das Tagesläuten und
das „Ausläuten“ des Sonntags mit dabei. Und eigentlich könnte man das "Einläuten" am Samstagabend nocht mit dazu zählen.

Wenn Sie die Kirche verlassen,
schauen Sie sich ruhig noch ein wenig auf dem Kirchhof um.

Hinter der Kirche ist seit März 2004 der Grundriss des römischen Kastellbades weitgehend sichtbar gemacht worden, - bis auf den Teil, der sich unter dem Fundament der Kirche befindet.

Eingemauert in die Außenwand der Kirche finden Sie eine Reihe alter Grabplatten.
Sie stammen überwiegend aus dem 17./18. Jahrhundert, eine sogar aus dem Jahr 1355.
Sie standen wohl ursprünglich auf dem Platz um die Kirche, der bis 1821 noch als Friedhof diente.

Ob Sie schon die Sonnenuhr an der Rückseite der Kirche entdeckt haben?

Wir wünschen Ihnen
einen guten Gedanken,
ein frohes Herz
und einen gesegneten Weg

Pfarrer Eckhard Kleppe


Tel.: (06185) 666

Fax: (06185) 890504

E-Mail: pfarramt.markoebel@ekkw.de

Martin-Luther-Platz 2

63546 Hammersbach-Marköbel

 

 

 

Nach oben zurück
Seite drucken